Kenwood DNX 7260 BT

Ich habe mir kürzlich ein Kenwood DNX 7260 BT für mein Auto gekauft und musste leider feststellen, daß das Handbuch von Kenwood das Papier nicht wert ist, auf dem es gedruckt ist. Viele echten Power-Features sind einfach nicht beschrieben. Nach langer Recherche und Rumprobieren habe ich einige Dinge selbst in Erfahrung gebracht:

1. Start- und Hintergrundbild ändern

Das DNX 7260 BT staucht die Höhe der Bilder etwas, sodaß die Bilder etwas "bauchiger" werden. Ich habe viel rumexperimentiert und folgendes funktioniert. Der Faktor liegt bei etwa 1,1.

1. Das zu skalierende Bild auf die Höhe 480 skalieren (Breite proportional belassen)
2. Die Breite auf 877 Pixel beschneiden (oder ggf. verbreitern).
3. Das Bild (nicht proportional) auf 800*480 skalieren.

Nun solltet ihr ein Bild haben, daß in der Breite etwas gestaucht aussieht. Keine Angst, daß sieht im Navi wieder OK aus.

Start- und Hintergundbild verwenden unterschiedliche Farbtiefen, um angezeigt werden zu können. Bitte IMMER Bitmap .bmp verwenden, da JPEG zum "sich übergeben" aussieht (Auch bei 100% Qualität).

Startbild:

Das Startbild muss in 16bit Farben mit dem Modus R:5 G:6 B:5 (Experteneinstellungen bei Photoshop) gespeichert werden. Zu allem Übel wird in dem Dialog "OEM-Image" für diese Bilder keine ordentliche Vorschau angezeigt, sodaß man nur nach dem Dateinamen urteilen kann, ob das richtige Bild ausgewählt wurde. Die Bilder werden aber später richtig angezeigt. (Wenn man 256 Farbbilder verwendet ist der Startbildschirm hinterher total zerkloppt mit Fehlfarben und 2 nebeneinanderstehenden Bildern)

Hintergrundbild:

Das Hintergrundbild verwendet 8bit-Farben, also maximal 256 Farben. Meine Empfehlung hier, weil es gut mit dem 3D harmoniert: Benutzt nur Graustufen. Das sieht toll aus und ist nicht zu dominant. Ich habe ein graustufiges Alfa Romeo-Logo im Hintergrund und das sieht gigantisch aus. Man kann aber das Herstellerlogo z.B. auch einfärben, so wie die Bedientastenfarbe unten. Macht auch was her. Ich würde keine großflächigen Photos empfehlen, da diese hinterher den Überblick erschweren.

Eine kleine Anmerkung noch zum Sprung in den "OEM-Image"-Bildschirm:
1. Man muss SRC + Lautstärke leise gedrückt halten
2. Gleichzeitig kurz Reset drücken
3. SRC + Lautstärke leise gedrückt halten, bis besagter Bildschirm auftaucht

Wenn man zu früh losläßt, gelangt man sonst lästigerweise in den "Werkseinstellungen"- Bildschirm.

Erfreulicherweise wird durch den Druck auf den Reset-Taster nicht alles gelöscht. Farbgebung, Bluetooth-Einstellungen etc. bleiben größtenteils erhalten.

Man muss nur den Equalizer neu einstellen und im Garmin-Navi die Stimme wieder auf den einzig erträglichen Wert "Deutsch" stellen (Steffi und Yannick gehen gar nicht. Klingt wie "Speech" auf dem Amiga).

2. Übersichtlichkeit der Musiktitel

Wenn man viele Titel auf einen USB-Stick legt, wird der Scrollbalken irgendwann so winzig, daß man kaum noch durch die Titel navigieren kann. Vor allem nicht während der Fahrt. Deshalb habe ich mich eines Tricks bedient. Ich habe alles in Unterordner gelegt, die ich alphabetisch gestaffelt habe. Beispielweise A-C, D-H, I-L usw.. In die Unterordner habe ich dann die Alben gelegt. Man könnte hier sogar noch weiter gehen und noch einmal die einzelnen Buchstaben aufführen. Es kommt immer auf die Menge der Alben an.

3. Sortierung der Musiktitel

Leider musste ich feststellen, daß in den Ordnern die Alben nicht alphabetisch sortiert werden, sondern in der Reihenfolge, wie man die Daten auf den USB-Stick kopiert hat. Das hat folgenden Grund: Das Navigationssystem hält sich einfach streng an die FAT-Tabelle und sortiert so, wie die Daten dort eingetragen sind. Glücklicherweise gibt es ein tolles Tool namens mp3DirSorter. Dieses Tool sortiert die FAT-Tabelle alphabetisch um, sodaß die Alben in der richtigen Reihenfolge angezeigt werden. Hier der Link zu mp3Dir Sorter.

4. Albumcover

Das Navi ist sehr wählerisch, was die Größe und dpi-Zahl von Albumcovern angeht. Mit iTunes getaggte Titel zeigen grundsätzlich die Cover, aber viele Titel enthalten teilweise größere Cover oder in einer anderen dpi-Zahl. Ich brauchte ein Tool, was schnell hunderte Alben umtaggen kann, d.h. die Bilder in Größe und dpi-Zahl konvertieren. Und das alles innerhalb des Tags, also ohne Ablage als folder.jpg und wieder einkopieren. Ich habe so ein Tool im Internet gefunden. Es heißt Sanse Mp3 Art Sizer und kann ganze Ordnerstrukturen mit Parametern umkonvertieren. Hier der Link zu Sanse Mp3 Art Sizer.

Das Programm akzeptiert Kommandozeilen-Parameter, um die Kantenlänge und Kompression der Bilder einzustellen. Standard-dpi-Zahl ist immer 96 dpi.

SanseMp3ArtSizer.exe /Kantenlänge /Kompression

Ich nutze für das Navi folgende Werte:

SanseMp3ArtSizer.exe /500 /50

Was in 500*500 Bildern mit 50% Kompression resultieren sollte. Man kann natürlich auch kleinere Werte benutzen. Eventuell werden bei vielen Musiktiteln die Titel dann schneller geladen. Diese Werte laufen bei mir aber einwandfrei.

5. CoverFlow

Das CoverFlow funktioniert nur sehr sporadisch und zeigt Cover mal an und mal nicht. Woran das liegt habe ich bisher nicht klären können, bin aber dran an der Sache. Falls ich eine Lösung finde, werde ich diesen Post aktualisieren.

Sunday, 21. November 2010 • trackback url

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